Hier sind ein paar Informationen zum meinem Austauschland:

Flagge:

Amtssprache: Finnsich, Schwedisch

Hauptstadt: Helsinki

Fläche: 338.145 km2

Einwochnerzahl: 5.249.034

Unabhängiskeit: 6. Dezember 1917

Zeit: +1h

Telefonvorwahl: +358

 


Zu den Menschen:

Menschen in Finnland

 

Die Menschen sind unterschiedlich zu denen, die in Deutschland leben. Man ist ruhiger in Finnland und man hat Zeit. Zeit, in Ruhe eine Arbeit fertig zu machen, bevor man die nächste beginnt.

Finnen sind oft auch melancholisch oder depressiv- das sind Dinge, die Deutsche über Finnen denken. Manchmal trifft das auch zu. Nicht umsonst gibt es so viel Musik, die wir als traurig bezeichnen würden. Zu Hochzeiten werden hier bestimmte Stücke gespielt, die wir eher zu Beerdigungen hören würden. Heavy Metal Bands schreiben Texte, in denen Dinge wie „Auge für Auge, Geist für Geist“ aufgegriffen werden (Teräsbetoni; „Silmä Silmästä&ldquo.

Das bedeutet aber nicht, dass alle Menschen immer und zu jeder Zeit depressiv sind. Auch ist es ein Ammenmärchen, dass Finnen im Winter gezwungen werden, sich vor eine Höhensonne zu setzen. Aufgrund der Lage ist es im Winter um den 21. 12. sehr dunkel. Die Tage sind sehr kurz, es wird nicht wirklich richtig hell. Trotzdem sind die Einwohner keineswegs depressiv. Sie kennen das ja nicht anders. Sobald Schnee liegt, ist es sowieso anders, dann ist es in der Nacht im Stadtgebiet so hell, dass man die Flugzeuge am Himmel beobachten kann. Auf dem Land muss dazu auch noch der Mond scheinen.

Viele Finnen sind schüchtern, das ist wahr. Aber das sind auch viele Deutsche, Briten, Franzosen oder Russen, Polen, Tschechen,… überall gibt es schüchterne und weniger schüchterne Menschen. Bei Finnen ist das allerdings ziemlich häufig, zumindest in meiner Schule. Die Menschen in dieser Gegend sind nicht so schüchtern, wie vielleicht die, die weniger Menschenkontakt haben, da sie in ländlicheren Gebieten leben. Finnland ist flächenmäßig ja etwas kleiner als Deutschland, dazu kommt dann aber, dass es nur rund 5 Millionen Finnen gibt, verglichen mit ca. 80 Millionen Deutschen.

Die finnische Geschichte ist jünger, viel jünger als die Deutsche. Es gibt kaum Gebäude, die älter sind als 100 Jahre. Die finnische Sprache mag sehr alt sein, aber die ersten schriftlichen Aufzeichnungen sind eher jüngeren Alters. So ist zum Beispiel Michael Agricola der Begründer der finnischen Schriftsprache. Dieser war ein Schüler Martin Luthers. Die Übersetzung der Bibel war eine der ersten Schriften in Finnland. Die Einführung der Schriftsprache hat dazu geführt, dass die finnische Volkssage nicht verloren ging. Die Kalevala kann heute nur noch von einem einzigen Menschen komplett gesungen werden, der in Nordkarelien lebt. Lesen kann sie aber dennoch jeder. Jedes Kind kennt die Geschichten der Kalevala, des Sampo (einer Wundermühle) und vieles mehr. Einer der bekanntesten Fantasy-Roman-Autor hat vieles aus der Kalevala „abgeschaut“. J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ basiert zu einem großen Teil auf den alten Volksgeschichten der Finnen.

Die finnische Bevölkerung ist auch davon geprägt, dass Finnland lange ein Teil Schwedens war. Deshalb ist die 2. Amtssprache auch Schwedisch, weil es sehr viele schwedischsprachige Familien in Finnland gibt.

Finnen sind nicht Menschen, die mitten im Wald leben und keine Zivilisation kennen. Finnland ist viel mehr eines der vortschrittlichsten Länder in der EU. Firmen wie Nokia oder Marimekko sind weltweit bekannt und haben auch dort großen Erfolg. Die internationalen Kontakte sind sehr weit vernetzt, man macht Geschäfte mit vielen Ländern innerhalb und außerhalb der EU.

Dass Finnen ein Volk von Säufern seien entspricht auch nicht der Wahrheit. Hier gibt es wieder solche und solche. Einige trinken zu viel, das mag wahr sein, aber das gibt es in jedem Land, in jeder Stadt. Das einzige, was man sagen kann, ist, dass es auffällt, dass Finnen viel Alkohol kaufen. Auffallen tut das allerdings nur, weil es wenige Geschäfte gibt, die alkoholische Getränke verkaufen dürfen. Das Monopol liegt bei „Alko“ einer Kette, die in ganz Finnland etwa 200 mal vertreten ist. Supermärkte dürfen nur schwaches Bier verkaufen. Importieren dürfen Finnen auch nur bestimmte Mengen pro Kopf. Ausländer dagegen dürfen mehr importieren, daher sind alkoholische Getränke oft ein gern gesehenes Mitbringsel.



Die Schule:

Vielen denken (sowie ich auch am Anfang),dass die Schule ganz anders ist als in Deutschland, das ist aber nur fast richtig. Die finnische Schule ist irgendwie ganz anders als in Deutschland ,aber auch irgendwie fast gleich. Die Grundschule geht hier von der 1-9 Klasse, das ist so eine Art wie die Gesamtschule. Dannach kann man sich aussuchen,ob man in den Beruf will oder ,wie die meisten, auf die Oberstufe geht. Die Oberstufe hat jedes Jahr 5 Perioden (Jakso) und man hat eine bestimme Zahl an Kursen , die man machen soll, und danach richtet es sich, wie lange man fü das Abitur braucht. Eine Jakso dauert 6 Wochen und nach diesen 6 Wochen, sind 7 Tage Prüfungen. Einen Tag bevor der jeweilligen Prüfung , hat man zwei Schulstunden Wiederholung. Es wir dann meistens eine Arbeit zum ûben rausgegeben und das gane Thema noch mal kurz durchgenommen. Für die Prüfung hat man 3-4 Schulstunden Zeit. Es hängt davon ab welches Fach man schreibt, ob man 3 oder 4 Stunden hat. Man kann auch selbst endscheiden , on man zur ersten oder zweiten Stunde kommt, so wie man denkt ,es ist für sich selbst gut. In Mathe, Chemie und Physik kann man eine Formelbuch benutzten. Wenn man an einen Tag keine Prüfung hat ,hat man frei. Etwa eineinhalb Wochenen nach den Prüfungen bekommt man die Prüfungen an einen bestimmen Tag und einer bestimmen Folge wieder.Hat man eine Prüfung nicht bestanden ,kann man sie wiederholen. Man kann aber nur in jeder Jakso zwei Prüfungen wiederholen. Fällt man wieder durch, muss man den Kurs nochmal machen. Zwei oder drei Tage später bekommt man ein sogenanntes Zeugnis ,wo die ganzen Kurse aufgelistet sind und für die jeweillige Kursnummer die Note steht und zum Schluss die Durchschnittsnote angegeben sind. Den Stundenplan kann man sich selber zusammen stellen. Es gibt sieben Kodnummer in den man die Kurse wählen kann. In jeder Kodnummer nur ein Kurs. Wann man welche Stunde hat kann man an den Kodablesen.Jeder Kurs hat 5 Stunden die Woche. Kann man bei Sprachen und in Mathe wählen , ob langes ,also das heisst intensives, oder kurzes hat. Bei jedem Kurs wie z.B. Englisch muss man 8 Kurse machen. Hat man die mindest Anzahl von allen Kursen gemacht,kann man das Abitur machen. WEnn jeman mehr studieren will ,kann er einfach mehr Kurs von diesem Fach wählen. Die Note sind hier von 10-4. 10 ist das beste und wenn man eine 4 hat, ist man durchgefallen.Die Endnote besteht auch nur aus der Note von der Prüfung. Schreibt man in Sprachen Vokabeltests, ist es nur zum Üben. Es gibt auch keine mundliche Note und so ist es egal was man während den Stunden macht.Die Beziehung zu den Lehrern ist auch ganz anders als in Deutschland. Es liegt schon allein daran ,dass man die Lehrer mit dem Vornamen oder einfach Ope (Lehrer) anspricht. Die Lehrer lassen sich auch eher auf ein Privatgespräch ein als in Deutschland. Hat man was nicht verstanden kann man nochmal nachfragen und die Lehrer erklären es noch mal. In den Büchern sind hinten immer die Lösungen drin und so sind Hausaufgaben auch freiwillig. Es ist auch jeden selbst über lassen , ob man lernen will oder nicht. Es wird mehr Selbstständingkeit erwartet. Wenn in der Schule eine Handy klingelt, ist es egal. Man kann während des Unterrichts telefonieren und Sms schreiben und den Lehrern ist es egal. Selbst Lehrer telefonieren ,wenn das Handy klingelt. Es ist auch nicht so schlimm ,wenn man zu spät kommt. Wenn man fehlt, gibt es ein Zettel ,wo die Eltern eintragen müssen , warum man nicht in der Schule war und es dann unterschreiben. Die Lehrer müssen es dann auch noch mal unterschreiben. Jeder Schüler müss es selber vorzeigen und es wird nicht danach gefragt. In der Lukio gibt es keine Klassen. Ein Lehrer hat eine bestimmt Anzahl von Schüler auf die er aufpassen muss und auch Sachen überbringt. So haben wir jeden Mittag von 12.20 Uhr bis um 12.50 Uhr die sogenannte Grupppenzeit, wo dann alle wichtig Sachen besprochen werden, welche gerade an liegen und wenn man fragen hat kann man sie dann fragen. Zwischen jeder Stunde sind 10 Minuten Pause. Nach der dritten oder vierten Stunde gibt es Mittagsessen. Die Mittagsessenspause beträgt 30 Minuten. Das Mittagsessen ist frei.Es gibt auch immer ein vegitarisches Essen.Man kann also wählen ,was man essen möchte. Es wird von den Steuerngelder bezahlt. In der Grundschule werden die ganzen Materiale für die Schüler von der Schule gestellt, auch Hefte und Bücher. In der Lukio muss man sich alles selber kaufen. Diese wird auch alles von den Steuerngelder bezahlt. Die Schule ist sehr technisch ausgestattet. In meiner Schule hat jeder Klassenraum einen Bimmer, Tageslichtprojektor, Musikanlage, einen Computer, zwei bis drei Tafel und eine besonder Tafel für Stifte. Es gibt sehr viele Laptops aber auch noch zwei Computerräume mit jeweils über 20 Computer. Unsere Schule hat noch eine Bücherei, zwei Sporthallen , Auditorium und eine paar Computer,die jeder so nutzen kann und seinen Freistunden.

Sauna:

Die Sauna ist in Finnland was ganz besonders. Jedes Haus besizt eine Sauna und in die Sauna gehen ist traditional. Ich liebe Sauna. Egal wo man ist, man geht zur Sauna. Auf der Mokki(Sommerhaus) geht man erst in die Sauna und dann im Meer schwimmen und dann wieder Sauna. Diese macht man so oft wie man will. Im Winter geht man dann entwerder im Meer oder in den Schnee.